D_ART Teacher

Seit 2015 ergänzen die D_ART Teacher Workshops das Portfolio des D_ART-Programms an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Jährlich im Oktober veranstalten wir diese Workshops speziell für Kunstpädagog*innen und Kunstvermittler*innen von Schulen, Museen sowie außerschulischen Fördereinrichtungen, die Interesse an den aktuellen Arbeitsprozessen und Diskussionen einer Kunsthochschule haben.

 


FAKTEN FAKTEN FAKTEN

Anmeldeschluss: 01. September 2026

2 Workshops: 14.–16.10.2026

Kosten: 65 €

Nach erfolgter Anmeldung senden wir Ihnen Details zum Programm bis zum 01. Oktober via E-Mail zu.


Was ist D_ART Teacher?

Die HfBK (Hochschule für Bildende Künste) Dresden ist eine der ältesten Kunsthochschulen Deutschlands und bietet nicht nur ein Studium der Bildenden Kunst, sondern auch der Restaurierung, des Bühnen- und Kostümbilds, der Szenischen Malerei, Theaterplastik, des Maskenbild und des Kostümdesign. Zudem kann auch Kunsttherapie postgradual studiert werden. Um die aktuellen Ansätze und Fragestellungen des Studiums und der Künste auch über die Hochschul - Community hinaus zu teilen, wurde vor über 10 Jahren der D_ART Workshop (Dresden Art Workshop) ins Leben gerufen. Durch ihn sind wir im Austausch mit Schulen, Schüler*innen und Lehrer*innen.

Das Programm von D_ART findet jedes Jahr im Oktober statt und setzt sich aus zwei Workshop-Formaten zusammen: den einwöchigen Workshops zur Studienorientierung für Schüler*innen, die sich für künstlerische Fächer interessieren und den dreitägigen D_ART Teacher Workshops (Dresden Art Workshop for Teacher).

D_ART Teacher bietet Ihnen einen intensiven Einblick in verschiedene Bereiche und Fragestellung aktueller künstlerischer Arbeit. In einer kleinen Gruppe setzen Sie sich sowohl inhaltlich als auch praktisch mit Themen auseinander und entwickeln am Ende eigene künstlerische Arbeiten. Dabei können Sie in den Kosmos der Kunstakademie eintauchen, sich von jungen Künstler*innen in wechselnden Fachrichtungen (von Bildender Kunst bis Theaterplastik) inspirieren lassen und selbst wieder in die Prozesse des schöpferischen Arbeitens einzusteigen. Die Erfahrung als vermittelnde Person kann für das eigene kreative Schaffen eine große Bereicherung darstellen und sich produktiv auf die Lehre und den Umgang mit kunstinteressierten Schüler*innen auswirken.

Als Kunstpädagog*innen vermitteln Sie nachfolgenden Generationen Wissen, Freude und Neugier auf künstlerisches Handeln. Deshalb sind wir an einem direkten Austausch mit Ihnen interessiert und möchten neue Impulse für Ihr eigenes künstlerisches Arbeiten und Ihre Lehre schaffen. Ziel ist ein produktiver Austausch über ergebnisorientierte und ergebnisoffene Praxis. Sie sind herzlich eingeladen, unser Angebot der D_ART Workshops selbst wahrzunehmen und an andere weiterzuleiten.


D_ART Teacher 2026

Die diesjährigen Teacher Workshops geben Einblick in unterschiedliche gestalterische Bereiche. In einem Workshop liegt der Fokus auf Papier, dabei wird sich in den Werkstätten mit dem Prozess von der Herstellung bis zur künstlerischen Weiterverarbeitung beschäftigt. Der andere Workshop befasst sich mit der Schnittstelle zwischen Bühnen- und Kostümbild und Theaterplastik und performativer Ausdrucksformen. Beide Workshops bieten Raum für prozessorientiertes, ergebnisoffenes Arbeiten und eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Material, Raum und künstlerisch-konzeptionelles Denken.

Die Anmeldung erfolgt unter der folgenden E-Mail-Adresse: d_art@hfbk-dresden.de bis zum 01. September 2026. Die Teilnahme am Workshop wird in der Reihenfolge der verbindlichen Anmeldungen geregelt. Nachdem wir Ihre Anmeldung erhalten haben, senden wir Ihnen eine Bestätigung zu. Teilnehmer*innen aus dem gesamten Bundesgebiet und aus den deutschsprachigen Nachbarländern sind herzlich willkommen.

Die Kosten für den D_ART Teacher Workshop betragen 65 €. Sie finden den Workshop im Fortbildungskatalog des sächsischen Landesamtes im Online-Fortbildungskatalog: schulportal.sachsen.de/fortbildungen. Veranstaltungsnummer: EXT06179

Zusätzlich sind Unterbringungs-, Verpflegungs- und Reisekosten selbst zu tragen.

  • Zélie Vue

    Bild: Zélie Vue

  • Bühnenbild

    Lichtspuren tief im Meer

    Theaterplastik : Zélie Vue, Susanne Pinther, Josefine Jüttner, Hanna Kraft, Malvine Brinkel ; Kostümbild: Paul Vogler, Charlotte Panzer, Zara Stahn ; Regie : Clarissa Kanske ; Lichtspuren tief im Meer ; 2024

  • Bühnenbild

    Is the Universe just a Brain ?

    Bühnenbild: Zélie Vue, Manuel Radke ; Theaterplastik : Zélie Vue, Susanne Pinther, Josefine Jüttner ; Kostümbild: Paul Vogler ; Regie : Christiane Guhr ; Is the Universe just a Brain ? ; 2024

  • Bühnenmodell

    Stückentwicklung

Die Räumlichkeit fühlen

Auf der Bühne wird üblicherweise gespielt. Wir werden gemeinsam die Rollen tauschen, um mit der Bühne zu spielen.
Ich lade euch dazu ein, unsere Umgebung ein bisschen genauer anzuschauen und mit einfachen Mitteln die Räume zu verzaubern. In unserer Welt, die immer digitaler geworden ist, ist es schön, sich wieder mit den Räumen auseinanderzusetzen. 
Ich möchte mit Hilfe von bekannten Spielen wie Charade, dreidimensionalem Cadavre exquis und gigantischem Memory das Gelände der Hochschule zum Theater machen.

Wir werden zusammen alltägliche Gegenstände anschauen, um sie von ihren üblichen Nutzungen abzuwenden. 
Diese Gruppenspiele erlauben uns, Räume anders zu denken und mit anderen zu teilen, wie wir das, woraus der Alltag besteht, wahrnehmen. 
Das Theater ist überall, wir werden ihm Raum geben. 


Kurzvita

Zélie Vue stammt aus Frankreich. Bis 2023 studierte sie in Lyon Raumdesign mit dem Schwerpunkt Licht und Bühnenbild. Dort baute sie für 3 Jahre Filmkulissen für Kurzfilme, und ist seit 2021 als Bühnenbildnerin für das Theaterkollektiv Tadam tätig, im dem sie 2022 eine Rhythmusmaschine baute.

Nach ihrem Abschluss hat sie sich dazu entschieden, nach Dresden zu ziehen, um sich auf den Bereich Theater zu spezialisieren. In Dresden studierte sie bis Februar 2026 Bühnen- und Kostümbild. Derzeit nimmt sie an unterschiedliche Projekten als Bühnenbildnerin und Kostümbildnerin teil. Ihr ist wichtig, Teil der Ausstattung zu sein. Daher baut und näht sie bei Projekten auch immer mit. Um das besser zu können, entschied sie sich letztes Semester dafür, in die Theaterplastik zu wechseln.
Nebenbei arbeitet sie als Requisiteurin und Bühntechnikerin in einem kleinen Theater. Seit einem Jahr, baut sie ein Puppentheater, mit dem sie in Zukunft reisen gehen möchte. Sie träumt von einem Theater und Zirkus für alle und von umweltfreundlichen Produktionen. 

Instagram @vuezelie

  • Installationsansicht

    Die Antwort. Ausstellungsansicht Robert-Sterl-Haus 2025 Foto: Johann Husserl

  • Ausstellungsansicht, weißer Raum, bemalte Papiere auf dem Boden, Stuh und Tisch

    How to Kill an Artist. Installation, Liget Galerie, 2025, c.Barnabás Neogrády-Kiss

  • On Becoming a House, Künstlerbuch, Litographie, 2025

  • Farbtöpfe in einer Spüle

    Foto: Christiane Oertel

  • Nahaufnahme bunte Leimpapiere

    Foto: Christiane Oertel

Papier — Medium, Material und Faszination

Papier ist ein allgegenwärtiges, extrem wandlungsfähiges und formbares Material. Seit seiner Erfindung wird es sowohl im Alltag als auch für künstlerische Ziele breit eingesetzt. In diesem dreigeteilten Workshopformat widmen wir uns unterschiedlichen Aspekten des Papiers – vom Herstellungsprozess bis hin zu experimentellen und künstlerischen Formen der Weiterverarbeitung. Dabei wird Papier nicht nur als Material, sondern als vielseitiges künstlerisches Medium erfahrbar. Es stehen sowohl praktische Erfahrungen als auch gemeinsames Erproben und Gestalten im Mittelpunkt.

Was ist eigentlich Papier? Welche Pflanze wird zum Blatt? Welche Tradition und welche Philosophie bestimmen bis heute das Papiermachen?

In der Papierschöpfwerkstatt unter Leitung von Christiane Oertel nähern wir uns dem komplexen Entstehungsprozess und unterschiedlichsten Fragestellungen auf spielerische Weise. Das Erlernen eines leicht reproduzierbaren Instrumentariums zur manuellen Papierherstellung und die Vermittlung von Basiswissen zu den Rohmaterialien bilden den Kerninhalt dieses Workshops. Verschiedene Bearbeitungsmöglichkeiten wie Prägungen, Wasserzeichen, Abformungen, Einschließen von Materialien sowie Recyclingvarianten werden wir dabei gemeinsam erforschen.

Unter der künstlerischen Leitung von Luca Pataki werden Papier und Druck als miteinander verbundene gestalterische Prozesse erforscht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Papier nicht nur Träger, sondern aktiver, dreidimensionaler Bildraum für verschiedene Drucktechniken werden kann. Durch das experimentelle Kombinieren von handwerklichen und druckgrafischen Verfahren entstehen Arbeiten, in denen Material, Struktur und Abdruck unmittelbar miteinander in Dialog treten. Die Teilnehmenden sind eingeladen, unterschiedliche Methoden auszuprobieren und eigene gestalterische Ansätze zwischen Fläche und Relief zu entwickeln. Ziel ist ein offener, prozessorientierter Zugang, der die Materialität des Papiers als Ausgangspunkt künstlerischer Entscheidungen begreift.

„Kein anderes Buntpapier – nicht einmal das attraktive Marmorpapier – kann so vielfältig gestaltet werden wie das Kleisterpapier, und nirgends werden der Phantasie und der Experimentierfreude so wenig Grenzen gesetzt wie hier.“ (Marianne Moll)

Die Kleisterpapier-Technik ist eine äußerst variable Methode zur Gestaltung von Papieroberflächen und zählt zu den elementaren Techniken der Buntpapierherstellung. In diesem Workshop wird Papier als Trägermaterial verwendet und mit einfachen Gegenständen wie Kämmen, Teigschabern, Wäscheklammern, Pappresten, Pinseln, Holzstäbchen oder auch mit den Fingern bearbeitet. Je nach Art der Werkzeuge ergeben sich unterschiedliche Maserungen und Musterungen bis hin zu ganzen Bildgeschichten. Durch die bleibende Verformung oder Verdrängung der Kleistermasse auf der Oberfläche entsteht die stets erkennbare Textur. Dieser Workshop wird von Cornelia Melzer geleitet.

Der Kurs findet in einer Gruppe von maximal 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.


Luca Pataki stammt aus Ungarn. Nach ihrem Studium der Malerei an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste in Budapest absolvierte sie 2020/21 ein Erasmusstudiuman der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Die dort gesammelten Erfahrungen führten sie nach ihrem Abschluss zurück nach Dresden, wo sie ihr Meisterschülerstudium im März 2026 abschloss.

In ihrer künstlerischen Arbeit verbindet sie Zeichnung, Malerei, Druckgrafik, Buchkunst und installative Verfahren. Ausgangspunkt sind häufig intuitive Zeichenprozesse, aus denen komplexe Bild- und Gedankennetze entstehen. Dabei interessieren sie insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Material, Raum und Bildträger sowie die Frage, wie sich innere Bilder und Denkprozesse in unterschiedliche Medien übersetzen lassen. Neben ihrer eigenen künstlerischen Praxis realisierte sie zahlreiche Publikations- und Künstlerbuchprojekte, darunter handgebundene Editionen, Siebdruckpublikationen und experimentelle Druckarbeiten. Durch Workshops, Kooperationen und eigene Projekte sammelte sie Erfahrungen in den Bereichen Druckgrafik, Buchgestaltung und Papierverarbeitung. Besonders interessiert sie das Potenzial von Papier als eigenständiges künstlerisches Material, als Bildträger, Objekt und räumliches Element zugleich. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit war sie an verschiedenen Bildungs- und Vermittlungsprojekten beteiligt, unter anderem im Rahmen der documenta fifteen sowie internationaler Kunst- und Austauschprogramme. Ihre Arbeitsweise verbindet konzeptuelle Ansätze mit Offenheit für Experimente, Materialforschung und prozessorientiertes Arbeiten.

Instagram @luca_pataki

Cornelia Melzer wurde in Heidenau geboren. Nach einer Lehre als Schriftsetzer und einem anschließenden Studium der Buch- und Medienproduktion in Leipzig arbeitete Cornelia Melzer in der Schriftherstellung und im Verlagswesen bevor sie in der Hochschule für Bildende Künste die Leitung der Typografiewerkstatt übernahm. Diese bietet neben den ästhetischen und handwerklichen Möglichkeiten des Handsatzes und Buchdrucks auch die Nutzung digitaler Technologien. Daneben beschäftigt sich Cornelia Melzer seid mehreren Jahren auch mit der Herstellung von verschiedenen Buntpapieren.

Christiane Oertel wurde in Gera geboren. Nach einer Buchbindelehre in der Dorfnerwerkstatt Weimar studierte sie an der Burg Giebichenstein Halle in der Fachklasse Buch & Papier. Nach dem Diplomabschluss übernahm Christiane Oertel die Leitung der Buchwerkstatt an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Ende der 1990er-Jahre begründete sie die dortige Papierschöpfwerkstatt und etablierte damit einen weiteren zentralen Schwerpunkt für die Vermittlung von Prozess- und Materialwissen. In der Arbeit mit Studierenden verbindet sie die praxisorientierte Vermittlung traditioneller und zeitgenössischer künstlerischer Arbeitstechniken. Im Zentrum stehen dabei die kritische Untersuchung von Material, Medium und eigener Fähigkeit. Die kunsttechnische Praxis wird dabei als reflektiver Prozess verstanden, in dem eine fundierte handwerkliche Umsetzung und zeitgenössischer Diskurs im Sinne einer reflektierten Best Practice ineinandergreifen.“


Einladung D_ART Teacher Workshop 2025 zum Download und Verschicken


Details zum D_ART Students Workshop gibt es hier


Kontakt

Stefanie Hollerbach und Manuel Radke

D_ART, HfBK Dresden

Organisation D_ART Workshop

Brühlsche Terrasse 1

d_art@hfbk-dresden.de


Weippert, Andrea

Leitung Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Wilsdruffer Straße 7

0351.4402 – 2616

presse@hfbk-dresden.de


Kontaktformular

Unsere Datenschutzinformationen finden Sie hier.
captcha
* Pflichtangaben